GO WEST: TCM | Akupunktur Berlin Charlottenburg

akupunktur berlin charlottenburg
BRUNNENKUPPE HEILPRAXIS: Die Adresse für Akupunktur in Berlin-Charlottenburg

 

Praxis für Akupunktur Berlin-Charlottenburg

Akupunktur Berlin Charlottenburg: Ab April 2015 wird BRUNNENKUPPE HEILPRAXIS Heilpraktiker Karl-Konstantin Arnold zusätzlich an einem weiteren Standort in der westlichen Innenstadt Berlins ganzheitlich chinesische Therapie anbieten:

Klassische Akupunktur|Traditionelle Chinesische Medizin|TCM im angenehmen und entspannenden Ambiente des Charlottenburger Kiezes rund um die Mommsenstraße – einem wahren Ruhepol in Nähe des geschäftigen Kurfürstendamms.

Was ist Akupunktur |TCM?

Die chinesische Akupunktur nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM ist eine sanfte Methode zur Regulation der körpereigenen Energie unter Berücksichtigung des ganzheitlichen Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele. Verwendet werden sehr dünne Nadeln, die schmerzarm unter die Haut gebracht werden und das sogenannte Qi, die Energie des Körpers harmonisieren. Die Behandlung findet meist im Liegen statt, der Patient erfährt oft eine tiefe Entspannung, die in den Alltag nachwirkt und auch auf eine psychoemotionale Ebene Einfluss nehmen kann.

In einer ausführlichen Anamnese werden alle relevanten Symptome erfasst, die chinesische Puls- und Zungendiagnostik liefert weitere wertvolle Befunde für das Verständis der zugrundeliegenden energetischen Muster.

Weitere Informationen zu Akupunktur und TCM finden Sie hier:
AGTCM – Was ist Akupunktur?

Die Adresse für Akupunktur in Berlin-Charlottenburg

Sie finden uns hier in der Mommsenstraße 9, 10629 Berlin-Charlottenburg, S Savignyplatz, U1 Uhlandstraße, M19/29 Bleibtreustraße.

Termine nach telefonischer Vereinbarung: +49 (0)30 2109 2994

Standort Berlin-Charlottenburg auf Google Maps

Die Adresse für Akupunktur in Berlin-Mitte

Ebenso unter gewohnter Adresse: BRUNNENKUPPE HEILPRAXIS, Heilpraktiker Karl-Konstantin Arnold, Rheinsberger Str. 71, 10115 Berlin-Mitte, U8 Bernauer Straße, M10 Brunnen-/Bernauer Straße.

Termine nach telefonischer Vereinbarung: +49 (0)30 2109 2994

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Was ist Traditionelle Chinesische Medizin|TCM? Teil II

tcm verfahren traditionelle chinesische medizin

 

Traditionelle Chinesische Medizin|TCM – Verfahren und Methoden

Die chinesische Akupunktur mit feinen Nadeln in die Tiefe der Gewebe ist das im Westen bekannteste Verfahren der TCM. Die Therapie nach den Prinzipien der TCM kann je nach Beschwerdebild und Bedarf durch weitere therapeutische Verfahren und Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM erweitert werden.

Chinesische Arzneimitteltherapie

Neben der regulativ wirksamen Akupunktur ist die nährende, aufbauende und regulierende Wirkung der pflanzliche Pharmakologie die zweite wichtige Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM. Diese chinesische Kräuterheilkunde besitzt ein über sehr lange Zeit tradiertes Wissen der heilkräftigen Wirkung von Pflanzen auf den menschlichen Organismus. Zum Einsatz kommen verschiedene chinesische Pflanzen, Mineralien und Stoffe tierischer Herkunft, die als Teegranulat oder pflanzliche Rohdroge verschrieben werden.

Moxibustion

Das Abbrennen von chinesischem Beifuß in Zigarren- oder Kegelform ergänzt das therapeutische Spektrum der Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM und stellt eine Wärmebehandlung dar. Als feineres Reiskornmoxa wird es direkt auf die Haut gesetzt und hat eine in die Tiefe stärkende immunologische Wirkung durch seinen nachgewiesenen Einfluss auf das Blutbild. Es kann zu einer Blasenbildung kommen, die ausdrücklich erwünscht ist und nach wenigen Tagen ohne Spuren abheilt.

Gua Sha|Schröpfen

Bei diesen beiden Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM werden mittels unterschiedlicher Werkzeuge stagnierte Substanzen und Energien in den Geweben mobilisiert. Es kann zu kleinen Gewebeeinblutungen und blauen Flecken kommen, die ausdrücklich erwünscht sind und den Regenerationsprozess befördern.

Diätik|Ernährungsberatung

Teil einer ganzheitlichen Behandlung ist eine Anamnese der individuellen Ernährungsgewohnheiten, um therapeutische Empfehlungen im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin|TCM aussprechen zu können. Durch diesen  aktiven Beitrag kann der Patient maßgeblich zum Gelingen der Therapie beitragen, wenn am Krankheitsgeschehen auch ein ernährungsbedingter Faktor beteiligt ist.

Qi Gong

Ergänzend zu diesen Techniken bieten wir unterstützende Qi Gong-Übungen an. Diese uralte chinesische Übungstechnik aus meditativer Atmung und Bewegung erlaubt es, die im Körper wirkenden Kräfte präventiv zu beeinflussen und ihnen mit Achtsamkeit zu begegnen. Wo fließt die Lebensenergie Qi, wo stagniert sie? Wo sind Blockaden und Schmerzen? Denn dort wo die Aufmerksamkeit ist befindet sich auch das Qi, die universelle Kraft des Körpers.

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin|TCM? Teil II weiterlesen

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin|TCM? Teil I

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Traditionelle Chinesische Medizin|TCM – mehr als die Summe seiner Verfahren

Das Kürzel TCM steht für die Gesamtheit der Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Akupunktur ist das mittlerweile bekannteste, wäre aber ohne das Theorie- und Gedankenmodell der Chinesischen Medizin kaum vorstell- und erfolgreich anwendbar. Es handelt sich dabei um ein alternatives Medizinsystem, dessen Ursprünge weit in das alte China zurückreichen – je nach Ausgangspunkt ca. 2600 (älteste überlieferte medizinhistorische Texte) bis 4200 Jahre (archaische Orakelfunde der Xia-Dynastie).

Neben der zweiten großen Disziplin – der Chinesischen Arzneimitteltherapie bzw. Chinesische Kräuterheilkunde – kommen weitere Techniken zur Anwendung:

  • Moxibustion – Wärmebehandlung mit Beifußkraut
  • Schröpfen – wird auch in Europa traditionell angewandt
  • Gua Sha – ein ausleitendes Verfahren
  • japanische Stile der Akupunktur – zum Beispiel nach Manaka oder Meridiantherapie nach Wang
  • Qi Gong – zentrierende Übungsformen, die Atmung und Bewegung in Einklang bringen

Grundlage für die Behandlung mit den Verfahren der TCM ist ein Anamnese im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin: Eine ausführliche Befragung, Pulstastung und Zungenbetrachtung. Aber auch die Betrachtung des Antlitz, Untersuchung des Abdomen (Hara) und Palpation der Meridiane selbst liefern wertvolle Informationen. Das sind die diagnostischen Methoden, die seit Alters her zur Befundung herangezogen werden.

TCM – eine individuelle Alternative zur konventionellen Schulmedizin

Die TCM ist nicht von Leitlinienkonzepten zur Behandlung geprägt. Jeder Mensch ist unterschiedlich, so ist jeder Krankheitsfall ein individuell spezifisches Zusammenkommen unterschiedlicher Faktoren. Die Entwicklung angepasster, genau auf die Bedürfnisse des Patienten maßgeschneiderter Behandlungskonzepte steht in der TCM im Vordergrund. Sie stützt sich dabei auf regulationstherapeutische Ansätze, die auf einer energetischen Ebene eingreifen: Ziel ist es, den Patienten in die Lage zu versetzen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und aus einer kraftvollen und stabilen Mitte heraus handeln zu können.

Ganzheitliche Aspekte der TCM

Die Harmonisierung der polaren Kräfte YIN und YANG beinhaltet im Grundsatz des Gedankengebäudes TCM die Einheit von Körper und Seele. Die Zertrennung von Körper einerseits und Geist bzw. Psyche anderseits ist eine relativ moderne Vorstellung. Für die alten Chinesen war das Zusammenspiel von emotionalen und körperlichen Faktoren von jeher ein und dasselbe. Die Spiegelung der universellen Gesetze des Makrokosmos im menschlichen Mikrokosmos durch jahrtausendealte Beobachtung ist die faszinierende Quintessenz der daoistischen Lehre. Als Entsprechungslehre der Fünf Elemente ist sie anwendbar auf viele Bereiche unseres modernen westlichen Lebens – und eine große Inspiration für das ganzheitliche Behandeln.

Geschichte des verkürzenden Begriffs TCM|Traditionelle Chinesische Medizin

Irreführenderweise ist die Wortschöpfung Traditionelle Chinesische Medizin eine im Vergleich zur jahrtausendealten Geschichte der Chinesischen Medizin relativ junge Errungenschaft. In den 1960er Jahren war in der jungen Volksrepublik China Maos der Bedarf groß nach einer kostengünstigen und flächendeckenden Versorgung der rasch wachsenden chinesischen Bevölkerung. Ein Komitee aus Ärzten und Professoren kam zusammen und legte Standardisierung unterschiedlicher Lehrmeinungen, Punktlokalisationen und diagnostischer Symptome fest, die auch der westlichen Wissenschaftsauffassung Rechnung tragen sollten. Die sich daraus ergebende Syndromlehre der Speicher- und Hohlorgane (ZANGFU) ist eine Schule der Chinesischen Medizin, die jedoch der Vielfältigkeit der Gesamtheit dieser traditionell gewachsenen Medizin nicht gerecht wird. Es stellt vielmehr ein nacktes Gerüst dar, das von psychischen und spirituellen Aspekten der alten Dämonenmedizin bzw. des Animismus und philosophischen Konzepten des Daoismus gleichsam gereinigt wurde.

TCM und klassische Akupunktur

Der wachsenden Bedeutung der Rückbesinnung auf die ganzheitliche Vielfalt der tradierten klassischen Texte wird jedoch der Name der AGTCM gerecht, die den Berufsfachverband Deutscher Akupunkteure darstellt:

Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. – weiterführende Informationen dazu hier.

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin|TCM? Teil I weiterlesen

Was ist Akupunktur? Teil II

akupunktur indikationen

 

Häufige Indikationen der Akupunktur und ihre klassischen Einsatzgebiete

Die Akupunktur als ein Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird zunehmend als eine echte Alternative zu einer konventionellen Behandlung betrachtet. Im Folgenden eine kurze Darstellung ausgewählter Indikationen, bei denen Akupunktur erfolgreich angewandt wird.

Akupunktur zur Schmerzbehandlung

Neben der konstitutionellen Therapie stellt die symptombezogene Behandlung akuter und chronischer Schmerzen ein wichtiges Feld der Traditionellen Chinesischen Medizin dar und findet auch bei der medizinischen Hochschulforschung eine sehr breite Anerkennung. Hierbei lassen sich neben den klassischen Konzepten der Schichten und Spiegelung mit dem effektiven Meridiantherapie-Protokoll des AHMC therapeutisch wertvolle Resultate erzielen.

Assaf Harofeh Medical Center [AHMC] | Tel Aviv

Carstens-Stiftung – Akupunktur bei Rückenschmerzen

Akupunktur zur Stressbehandlung |Stressreduktion

Die Behandlung von vegetativen Spannungszuständen ist ohne ausführliche Anamnese auf Einzelindikation hin zur akuten Intervention bei Stressreaktionen möglich. Hier stellt die Akupunktur eine wirkungsvolle Möglichkeit zur Verfügung, auf der Ebene einer vagotonen Umstimmung des überreizten Sympathikus einzuwirken, dem vermittelnden Teilaspekt des zentralen Nervensystems, der für die Steuerung der Stressreaktion verantwortlich ist. Der Körper erhält dadurch die Möglichkeit, wieder zu regenerien.

DAA – Akupunktur bei Stress

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung |Schwangerschaftsbegleitung

Zur Erleichterung der bevorstehenden Entbindung kann mittels geburtsvorbereitender Akupunktur die Gebärmuttermundreifung morphologisch unterstützt werden, der Geburtsverlauf wird beschleunigt. Zudem kann auf psychische Aspekte des Prozesses Schwangerschaft sowie auf Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Wassereinlagerungen, Ödeme, Rückenschmerzen und vorzeitige Wehen individuell eingegangen werden.

Eingesetzt werden ab der 36. Schwangerschaftswoche 6-8 Nadeln, die schmerzarm den Unterschenkel punktieren. Es kommt während und nach der Behandlung zu verstärkten Kindsbewegungen. Mehr Informationen zum sogenannten Mannheimer Römerprotokoll finden sie hier:

Deutsches Ärzteblatt (1999)

Was ist Akupunktur? Teil II weiterlesen

Was ist Akupunktur? Teil I

akupunktur

 

Grundlegendes zur Akupunktur als Verfahren der TCM

Die Akupunktur nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine sanfte Methode zur Regulation der körpereigenen Energie unter Berücksichtigung des ganzheitlichen Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele. Verwendet werden sehr dünne Nadeln, die schmerzarm unter die Haut gebracht werden und das sogenannte Qi, die Energie des Körpers harmonisieren. Die Behandlung findet meist im Liegen statt, der Patient erfährt oft eine sehr tiefe Entspannung, die in den Alltag nachwirkt und auch auf eine psychoemotionale Ebene Einfluss nehmen kann.

Akupunktur wird seit mehr als 2000 Jahren im Ursprungsland China angewandt und gehört dort auch heute noch zur gängigen Heilmethode in öffentlichen Krankenhäusern. Die praktizierende Ärzte werden sowohl in Traditioneller Chinesischer Medizin als auch in westlicher moderner Schulmedizin ausgebildet.

Die Akupunktur ist eines der wesentlichen Verfahren der TCM, neben Kräuterheilkunde kommen diverse weitere Verfahren wie Moxibustion (Abbrennen von Beifusskraut in unterschiedlichen Formen), Schröpfen (trocken oder blutig mittels Schröpfköpfen aus Glas oder Kunststoff), Gua Sha (eine Schabetechnik, die sich eines Griffels aus Jade, Keramik oder Kunststoff bedient) und Qi Gong (meditative Übungsformen, die das Zuammenspiel von Atmung und Bewegung harmonisieren) zum Einsatz.

Funktionsweise der Akupunktur

Feine Nadeln werden an spezifischen Punkten des energetischen Leitbahnsystems gesetzt, dem sogenannten Meridiansystem, das den Körper durchzieht. Es hat Verbindungen zu allen Organen. Es gibt 365 Akupunkturpunkte plus weitere Extrapunkte. Ziel ist eine Verbesserung des Energieflusses sowie eine Harmonisierung der Pulse.

Die Auswahl der Akupunkturpunkte erfolgt nach einer Anamnese im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin, die klassischerweise aus der Betrachtung der Zunge und Prüfung des radialen Pulses am Handgelenk besteht (Puls- und Zungendiagnostik) sowie der ausführlichen Befragung des Patienten und eventuell dem Abtasten der Meridiane.

Die Nadelung erfolgt in unterschiedlichen Techniken während der Patient entspannt in einer stabilen Position sitzt oder liegt. Es kann zu einem sogenannten De-Qi-Gefühl kommen, das wie ein elektrischer Impuls oder ähnliche Nadelempfindungen beschrieben wird. Die Nadeln verbleiben meist 15-30 Minuten an der Einstichstelle.

Wirkungsweise der Akupunktur

Die Wirkungsweise der Akupunktur konnte aus westlicher Sicht wissenschaftlich nocht nicht abschließend erklärt werden. Vermutet werden Nervenreize, die die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Rückenmark hemmen. Bewiesen ist die vermehrte Ausschüttung körpereigener Botenstoffe im Gehirn – die Neurotransmitter Serotonin und Endorphin. Bei der Chinesischen Medizin handelt es sich um eine sehr alte erfahrungsbasierte Medizin, die auf Beobachtungen beruht und sich auf ein anderes Weltbild bezieht. In neuerer Zeit wurden sehr viele wissenschaftliche Studien durchgeführt, heute gehört die Akupunktur zu den alternativen Heilverfahren, die am besten erforscht wurden.

Das Ergebnis einer Akupunktur:

  • die Durchblutung verbessert sich
  • die Muskulatur entspannt sich
  • das vegetative System wird harmonisiert

Weitere Informationen zu Akupunktur finden Sie hier:

AGTCM – Was ist Akupunktur?

Was ist Akupunktur? Teil I weiterlesen

Stress-Management: Schreien oder weglaufen?

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Stress-Management: Der Punkt an der Weggabelung – weitermachen wie bisher?

 

Wer hat ihn nicht? Stress! Ob eigener Leistungsanspruch, erhöhter Leistungsdruck im Arbeitsleben, Familienverpflichtungen, reale Existenzängste oder die alltägliche Hektik moderner Großstädte durch zunehmenden Verkehr und Termindruck. Er ist allgegenwärtig und ein Teil unserer Lebenskultur geworden.

Die klassische Unterscheidung zwischen positiven Eustress und negativ auswirkendem Disstress ist aus der Perspektive der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) allerdings hinfällig. Beides verursacht inneren Wind im Körper – Symptome wie Kopfschmerz, Migräne, Schwindel, Vertigo, Nackenverspannungen, Unruhe und Agitiertheit können auftreten. Oder er zeichnet sich schlicht durch hektisches Verhalten, unüberlegtes, eher spontanes und getriebenes Handeln und Abnahme des Konzentrationsvermögen auf eine Sache ab.

Als Komplikation kann es nach Phasen intensiver Überlastung und anhaltendem Stress, der nicht durch sportliche Bewegung, Regeneration und Entspannungsverfahren wie Qigong, Taijijuan, Yoga oder autogenes Training abgebaut wurde zu einem Burnout-Sydrom (Ausgebranntsein) kommen. Es handelt sich dabei um einen Zustand von emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit: Nichts geht mehr, selbst alltägliche Aufgaben und Erledigungen werden zur Last und Herausforderung. Der Burnout steht in einer langen Entwicklungslinie von Idealismus, Frustration, Überlastung, Depression einerseits oder Aggressivität und Suchtverhalten

Eine effektive Behandlung des Stresszustandes ist mittels Akupunktur möglich. Die feinen Nadeln wirken auf der Ebene einer vagotonen Umstimmung des überreizten Sympathikus, dem Teilaspekt des zentralen Nervensystems, der für die Vermittlung der Stressreaktion verantwortlich ist. Durch die gezielte Nadelung entlang der feinen Energieleitbahnen des Körpers, sogenannter Meridiane kommt es zur vermehrten Ausschüttung körpereigner Neurotransmitter wie Serotonin und Endorphin. Dies ist auch Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien der Schulmedizin, die versuchen, die Wirkmechanismen dieses alten Heilverfahrens zu erforschen und zu belegen.

Auch ohne ausführliche Anamnese ist diese Behandlung auf Einzelindikation zur akuten Intervention und Stressreduktion möglich. Der Körper gelangt durch die vagotone Umstimmung in einen Zustand tiefer Entspannung, kann sich wieder regenerieren und wird aus dieser inneren Ebene bei der Bewältigung des Stress‘, dem sogenannten Coping unterstützt. Im Sinne einer ganzheitlichen Therapie ist jedoch eine umfängliche Erhebung der stressauslösenden Faktoren nötig, um ein nachhaltiges und aktives Stress-Management in der Beratung anbieten zu können.

FEUER, DAS DIE ERDE NICHT NÄHRT … (Diplom Agtcm, 2014)

diplomarbeit
… FÜLLE IM PERIKARD, LEERE IM LEBEN: Ein Versuch zu Sexuellem Suchtverhalten

 

Die Diplom-Arbeit als Akupunkteur an der Shou Zhong, Berlin nun als eBook erhältlich: Sexuelle Suchtstörung unter der Betrachtungsfolie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). 

Seit Beginn der Ausbildung beschäftigt mich eine Beobachtung: Menschen, die diese sehr yangige Fähigkeit besitzen, schnell und viele soziale Kontakte zu knüpfen, in Gruppen die Funktion von sozialem Bindemittel übernehmen und Netzwerke aufbauen, im Leben jedoch unstet und flüchtig wirken, Projekte nicht in die Reife führen und genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Feuer, das die Erde nicht nährt – lässt sich dieses Phänomen in der TCM-Theorie verorten oder sogar im Pulsbild ertasten? Ist dies eine Pathologie des Feuerelements? Wenn dem so ist, wodurch wird sie bedingt und welche Strategien ließen sich therapeutisch in Erwägung ziehen? Was sind die psycho-emotionalen Aspekte dieses Themas? Was sind die psychosomatischen Implikationen einer schwachen Mitte im Hinblick auf das Feuerelement? In einer konzeptionellen Materialsammlung sollen diese Fragestellungen in Perspektive auf immaterielles Suchtverhalten untersucht werden.


Leseprobe: Sexualität

Die sexuelle Energie wird als Wind des Geistes SHEN FENG beschrieben und ist ein Weg, um YIN und YANG zu verbinden, es kann die Energie für Erneuerung und Wiedergeburt sein, aber auch erschöpfend und leer. Es ist eine medizinische Methode, um das QI und XUE zu tonisieren, die QI-Zirkulation anzuregen und das JING zu stärken. Sex ist Ort des Kontrollverlusts, in dem der Wandlungsphasenlogik nach das Potential des Wassers Kraft des Holzes ins Feuer fließen gelassen werden kann. Sehr oft jedoch verselbständigt sich die Holzdynamik des ministeriellen Feuers und gelangt nicht ins Herrscherfeuer, das Herz wird nicht gewärmt, sondern die Dynamik verraucht in blanker Triebbefriedigung und Dampfablassen. Dabei ist für manche der Orgasmus ein elektrisierender Moment nahe der Erleuchtung bzw. dem kosmischen SHEN und der höheren Ordnung.

Sexualität ist in ihrem Wesen ambivalent. Sie kann sich einerseits in Liebe entfalten, die das Interesse am spirituellen Wachstum des Anderen bedeutet, sie kann das leidenschaftliche Feuer der Hingabe darstellen, das die Erde nährt und liebevolle zwischenmenschliche Beziehungen wachsen und reifen lässt sowie Kinder oder Projekte in die Reife führt. Andererseits kann sie die destruktiven Abgründe menschlicher Triebe und Instinkte auftun, Selbstzerstörung und –verachtung aus einem Gefühl geringer Selbstwertschätzung und mangelnder Integration eigener Schattenanteile bedeuten. Sie kann Mittel zum Zweck sein, sich in eine Opferrolle zu begeben.

Laut Hammer wird eine erwachsene Sexualität durch die Perikard-Funktion derVereinigung geistiger (Herz) und genitaler Liebe (Leber/Niere) über die freie, offene Passage des Mittleren JIAO (Milz) möglich: Der Bote, der Freude bringt.


 

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SHOU ZHONG – die Mitte bewahren (Berlin, 2014)

TCM wegdermitte
Shou Zhong – den Weg der Mitte gehen

 

Weitere 3 Jahre sind vergangen, eine Fachausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) folgte und nach den vorhergehenden zwei Jahren Vorbereitung auf die staatliche Heilpraktikerprüfung, in denen es lediglich um Pathologie, Krankheit und Infektionsschutzgesetz ging, endlich der Acker, den ich eigentlich bearbeiten wollte: Die Chinesische Medizin als die ganzheitliche Medizin, wegen derer ich diesen Weg gehen wollte. Aus der eigenen langjährigen Erfahrung als Patient, den Möglichkeiten der chinesischen Akupunktur- und Kräutertherapie meiner Heilpraktikerin Almut Glagau erwuchs das Leitbild meiner eigenen Arbeit.


Aufmerksam zuhören und beobachten, die wirklich relevanten Themen erforschen und benennen, unter Einbeziehung von Ernährung und Lebensführung den Patienten den Weg in Linderung und Besserung weisen. Eventuell den Raum für Heilung ermöglichen.


Das wurde für mich persönlich der Weg der Mitte, den ich an der Shou Zhong, Ausbildungszentrum Ost der Arbeitsgemeinschaft für klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. (AGTCM) vertiefte. Diese bundesweite Vereinigung von Heilpraktikern und Ärzten, denen das Interesse an Klassischer Akupunktur und den Weiten der Chinesischen Medizin gemeinsam ist steht für eine hohen Standard in Aus- und Fortbildung. So professionalisierte ich das, was 2008 nach der Erfahrung des ersten Massagekurs nur mehr ein grosses JA war. Ein Ja zum wunderbaren Weg, der Weg der Mitte, A Road Less Traveled, der mich nach 5 Jahren zum Heilpraktiker für Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) führte.

Während dieser intensiven Zeit lernte ich die alternative und eigenständige Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als eine ganzheitliche Perspektive auf Krankheitsgeschehen kennen und schätze die umfangreiche Bandbreite an therapeutischen Verfahren, die mir durch ein vielschichtiges Dozententeam mit auf den Weg gegeben wurden. Die TCM bedient sich unter anderem folgender Verfahren: Akupunktur (die bekannte chinesische Nadelung in die Tiefe der Gewebe), Moxibustion (das Abbrennen von Beifusskraut in unterschiedlichen Anwendungsformen), Schröpfen (trocken oder blutig), Gua Sha (eine klassische Schabetechnik an der Hautoberfläche), Qi Gong (meditative Führung von Bewegung und Atmung) sowie japanische Style der Akupunktur (oberflächliche Nadelung in die Haut, z.B. Meridiantherapie, Manaka, etc.).

Das umfangreiche theoretische Wissen wurde während der zweijährigen Lehrpraxis des angeschlossenen Ambulatoriums unmittelbar bei der praktischen Behandlung realer Patienten angewandt und zugleich vertieft.

 

Weitere Informationen zur AGTCM inklusive Therapeutenfinder:

www.agtcm.de