Zeitumstellung: Mit Folgen für die Gesundheit?

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Jedes Jahr die gleiche Frage zur Zeitumstellung: Vor oder zurück?

 

Sommerzeit: Die Uhren werden in der Nacht zum Sonntag wieder um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt, die Nacht ist damit um eine Stunde verkürzt. Das Für und Wider und die Folgen der Zeitumstellung für die Gesundheit werden seit Jahren diskutiert.

Zeitumstellung: Folgen für die Gesundheit

Bei vielen Menschen leidet der Biorhythmus ohnehin aufgrund der saisonalen Umstellung und der damit einhergehende Blutdruckabsenkung, man fühlt sich schlapp, müde und gereizt auf Arbeit, nicht wenige leiden unter Einschlafproblemen und Schlafstörungen. Kinder werden quengelig, unausgeglichen und haben Schwierigkeiten, sich in der Schule zu konzentrieren.

Zeitumstellung: Folgen für Verkehr und Wirtschaft

Aufgrund des herabgesetzten Konzentrationsvermögens steigen die Unfallzahlen in der folgenden Woche um 30%, besagt eine Studie des ACE Autoclub Europa aus dem Jahr 2013: ACE – Zeitumstellung macht mehr Menschen müde.

Auch führt die Zeitumstellung zu erhöhten Kosten für die Wirtschaft, so müsse zum Beispiel die Bahn etliche Uhren umstellen und sicherstellen, dass die Nachtzüge sich wieder in den verschobenen Fahrplan einordnen.

Zeitumstellung erhöht das Risiko für Herzinfarkt

Durch die Stunde weniger Schlaf gerät der Hormonhaushalt durcheinander, Folgen können neben Schlafproblemen eine geringere Spermienproduktion des Mannes sein oder ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Laut einer US-Studie aus dem Jahr 2014 steigt das Risiko eines Herzinfarkts am Folgetag um 25%. Das Ergebnis dieser Studie weist darauf hin, dass Menschen mit erhöhter Anfälligkeit für Herzerkrankungen unmittelbar nach der Zeitumstellung einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, so Amneet Sandhu von der University of Colorado.

Gestützt wird diese Aussage von einer DAK-Analyse aus dem selben Jahr. Demnach wird seit 2006 eine Zunahme der Krankenhausaufnahmen wegen Herzbeschwerden um 25% in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung beobachtet: DAK-Analyse – Mehr Herzinfarkte durch Zeitumstellung.

Tipps für die Zeitumstellung

Aber die Stunde mehr Tageslicht am Abend soll helfen, Strom zu sparen und lässt sich für die Freizeitgestaltung nutzen: Eine Stunde länger draußen sein können bei Abendlicht ist für viele ein Gewinn an Lebensqualität. Vermehrter Aufenthalt an frischer Luft fördert zudem die Produktion des Aktivitätshormons Serotonin und hält die negativen Auswirkungen der Zeitumstellung im Rahmen.

Gehen Sie bereits die Tage zuvor früher zu Bett, altbewährte Kräutertees mit Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume helfen beim Einschlafen. Auch unterstützen Autogenes Training, Yoga oder Qi Gong beim Eingewöhnen in den neuen Schlafrhythmus und mindern die unerwünschten Folgen für die Gesundheit. Beim zeitigen Aufstehen helfen Tageslichtlampen oder zumindest viel helles Licht in der Wohnung beim Wachwerden.